Thermische Sanierung

Wenn Sie Ihre jährlichen Energiekosten durch die beheizte Wohnfläche dividieren, sollte das nicht mehr als ca. 10 Euro/m² ergeben.
Allgemeine Richtlinien zum richtigen Thermischen- Sanieren und Renovieren:

Wenn möglich von einer Beratungsstelle unterstützen lassen bzw. durch eine Fachfirma ein Konzept samt einer Kostenschätzung erstellen lassen.
Dämmen Sie so dick wie (konstruktiv) möglich
Wenn Instandhaltungen, Umbau oder Erweiterung anstehen: Nutzen Sie dies für die Durchführung einer energetischen Sanierung

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Die Vorteile einer Sanierung:

  • Weniger Energieverbrauch
  • Wertsteigerung / Werterhaltung
  • Steigerung der Wohnbehaglichkeit und Komfort
  • Beitrag zum Umweltschutz

Richtige Reihenfolge beim Sanieren:

  • Heizung sanieren
  • Fenster sanieren oder tauschen
  • Kellerdecke dämmen
  • Außenwände dämmen
  • Oberste Geschoßdecke dämmen

 


Sanieren:

Gegenargumente für die Sanierung

Dämmen („ Isolierung“) verhindert die Atmung der Wände? Luftdicht bauen ist gesundheitsschädlich?

Wenn mit „ Atmen“ die Dichtheit gemeint ist, so kann man nur sagen, dass Undichtheiten unbedingt zu vermeiden sind. Undichtheiten sind bauphysikalisch sehr schlecht und stellen einen Bauschaden dar.

Wenn mit „ Atmen“ der Feuchtigkeitsaustausch gemeint ist, so kann man sagen, dass auch bei ungedämmten  Wänden praktisch keine Feuchtigkeit durch die Wand geht. Die Feuchtregulierung erfolgt immer an der Innenseite der Wand (z.B. im Putz), und da ist es gleichgültig, ob eine Wand gedämmt ist oder nicht.
Dämmen („Isolieren“) verursacht Schimmelbildung?

Im Gegenteil! Durch die Dämmung steigt der die Oberflächentemperatur und die Schimmelgefahr sinkt. Quelle dieser Meinung: Meist wird beim Dämmen der Wände auch ein Fensteraustausch vorgenommen. Dadurch wird der unkontrollierte Luftwechsel über die Fugen verhindert und es wird nötig, aktiv zu lüften. Richtiges Lüften ist also insbesondere nach solchen Sanierungen wichtig!
Südwände darf man nicht dämmen weil die Sonnenenergie dann nicht mehr genutzt wird?

Über die Wände werden praktisch keine solaren Gewinne erzielt! Das geht nur über Fenster. Richtig ist aber schon, dass bei Sonneneinstrahlung auf die Wand der Wärmeverlust reduziert wird. Das ist aber bei der gedämmten Wand genauso der Fall. Und: Im Winter gibt es durch die kurzen Tage und die Witterung meist keine direkte Einstrahlung – und dann ist jede Wand gleich, egal in welche Himmelsrichtung sie steht. Die Dämmung spart aber immer Energie – egal ob die Sonne darauf scheint oder nicht!
Energieausweis

Der Energieausweis ist mit dem Typenschein für Ihr Auto vergleichbar. Viele interessante Kennwerte Ihres Hauses  z.B. der zu erwartende Heizungsverbrauch) sind darin enthalten. Je nach Bundesland sind die Berechnungsmodelle etwas unterschiedlich. Der wichtigste Kennwert ist aber in jedem Energieausweis enthalten: Die Energiekennzahl  (=spezifischer Heizwärmebedarf). Was sie sonst über den Energieausweis wissen sollten, können Sie von uns erfahren.
Innendämmung oder Außendämmung?

Die Innendämmung wird oft als preisgünstige und leicht herzustellende Alternative zur Außendämmung  (Vollwärmeschutz) angepriesen. Wir haben für Sie die Vorteile und auch Nachteile hier zusammengestellt.

 

Vorteile Innendämmung:

  • Fassade  (Außenansicht) bleibt original erhalten
  • Schnelleres Aufheizen möglich
  • Anbringung witterungsabhängig, also auch im Winter möglich

 

Nachteile der Innendämmung:

  • Dämmstoffdicke meist begrenzt ( Platzverlust)
  • Wohnfläche wird reduziert
  • Wärmebrücken sind defacto  unvermeidlich
  • Etwas reduzierte Wärmespeicherfähigkeit


Wenn keine wichtigen Gründe vorliegen (also im Normalfall) ist unbedingt die Außendämmung zu bevorzugen.

Vergleich hinsichtlich der Herstellungskosten:

Bei der Innendämmung können durchaus manche Kosten eingespart werden, da z.B. kein Gerüst benötigt wird. Bei der Kalkulation müssen aber immer auch die Details berücksichtigt werden (z.B. das Versetzen der Steckdosen, der Lichtschalter, der Fensterbänke und der Heizkörper, Ausbessern und Dämmen der Fensterlaibungen). Da die Außendämmung sehr oft dann aufgebracht wird, wenn ohnehin ein neuer Anstrich oder Putz fällig wäre, ist sie meist auch kostengünstiger. Bei nachträglicher Dämmung von Kellerräumen ist jedoch die Innendämmung fast immer günstiger, da Aushubarbeiten entfallen.

Fazit:

In einer Gesamtbetrachtung ist die Aussendämmung bei weitem empfehlenswerter. In Ausnahmefällen kann auch eine Innendämmung sinnvoll oder sogar notwendig sein, die Problemfreiheit ist aber nicht garantiert.